Glücklichere Tiere
Über 56 Milliarden Tiere werden jährlich geschlachtet, um verzehrt zu werden.
Das sind weitaus mehr, als es Menschen auf der Erde gibt.

Rindfleisch | Milchproduktion | Schweineaufzucht | Legehenne | Überfischung | Biene
Rindfleisch
Rinder haben oft nur sehr wenig Platz zum Leben. Milchkühe werden zum Teil sogar ihr Leben lang angebunden, was ihnen die Freiheit nimmt, sich artgerecht bewegen zu können. Auch in Bio-Betrieben gibt es Ausnahmen, die es zulassen, dass eine Kuh angebunden werden darf. In der Masttierhaltung werden hauptsächlich männliche Tiere verwendet. Diese werden seltener angebunden, und in nicht artgerechten, beengten Ställen mit Spaltenboden gehalten. Nur sehr, sehr wenige Tiere haben freien Auslauf oder gar ein Leben auf der Weide. Damit sich die Tiere in der Massentierhaltung mit ihren Hörnern nicht gegenseitig verletzen, werden diese schon als Kalb amputiert. Der Prozess wird meist ohne Betäubung durchgeführt. Ebenfalls wird die Tötung mittels Bolzenschuss, welcher das Gehirn zertrümmern soll, wird nicht immer richtig durchgeführt. So bekommen schätzungsweise 7% der Rinder noch mit, wie ihnen die Halsschlagader aufgeschnitten wird, damit sie an den Hinterbeinen aufgehängt verbluten.
Milchproduktion
Zwar nehmen viele an, dass Kühe sowieso immer Milch geben, doch leider ist das nicht so. Auch eine Kuh muss, wie auch eine Frau, schwanger werden und ein Kind bekommen, um Milch zu produzieren. Dazu werden die Tiere künstlich befruchtet, um eine Schwangerschaft herbeizuführen und somit die Milchproduktion anzuregen. Höchstens drei Tagen nach der Geburt wird das Kalb von der Mutter getrennt, was für Mutterkuh und Kalb unendlich schmerzlich und belastend ist, da die ihre Beziehung zueinander, wie bei einer Mutter und ihrem Kind, sehr eng ist. Nach der Trennung rufen die Tiere oft nacheinander. Das Kalb wird dann durch einen Milchaustausch künstlich ernährt und in den meisten Fällen auch bald geschlachtet. Handelt es sich um ein weibliches Kalb, widerfährt ihm wahrscheinlich das gleiche Schicksal als Milchkuh, wie jenes seiner Mutter. Sobald die Mutterkuh nicht mehr genügend Milch gibt, wiederholt sich dieser Prozess und die Kuh wird wieder befruchtet. Lässt ihre Milchproduktion generell nach, was meist nach ca. fünf Jahren der Fall ist, wird sie geschlachtet. Die Lebenserwartung einer Kuh liegt normalerweise durchschnittlich bei 20 Jahren. Neben solchen Qualen erschweren Betonböden, Spaltenböden, wenig Auslauf, zu enge Stähle unter anderen das Leben einer Milchkuh.
Schweineaufzucht
Schweine sind schlaue und reinliche Tiere. Wenn sie können, trennen sie sogar Schlaf-, Kot- und Fressplatz. In der Nacht schlafen sie gerne mit Körperkontakt ihrer Artgenossen, doch nur wenn es nicht zu warm ist. In der Schweinemast (System zur Produktion von Produkten von und aus Schweinen) leben die Tiere entweder so dicht beieinander, dass sie ständigen Körperkontakt mit anderen Schweinen haben, oder sie werden in Gitterkästen gehalten und berühren nie jemand anderes. Vor allem Ersteres führt dazu, dass die Tiere aggressiv werden und sich gegenseitig verletzen.
Auch ihrem natürlichen Verhalten können die Tiere nicht nachgehen. Sie bekommen oftmals kein Stroh, um Nester für ihren Nachwuchs zu bauen. In der Massentierhaltung wird durch künstliche Befruchtung Nachwuchs erzeugt und nach der Geburt wird die Sau durch ein Gitter von ihren Ferkeln getrennt. Zwischen den Gittern können die Ferkel von ihrer Mutter gefüttert werden. Die Kastrierung der Ferkel, sowie die Kürzung der Schwänze und Zehen ist innerhalb des Zeitraums von sieben Wochen nach der Geburt gesetzlich erlaubt. Das alles darf ohne Betäubung und Schmerzmittel durchgeführt werden, was für die neugeborenen Ferkel Höllenqualen bedeutet.
Nach 3-4 % ihrer eigentlichen Lebenserwartung von 15 – 20 Jahren, also nach ca. 6-8 Monaten, werden die Tiere durch Elektroschocks oder Vergasung betäubt und geschlachtet. Laut Vegetarierbund Deutschland („VEBU“) werden hierbei 12,5 % der Tiere fehlbetäubt und erleben ihre Schlachtung bei vollstem Bewusstsein mit.
Legehennen
Bevor die Henne zum Eierlegen getrimmt wurde, war es üblich, dass eine Henne zwölf bis zwanzig Eier im Jahr legte, da es sich bei einem Ei eigentlich um die Periode des Huhns handelt und diese sich, wie bei Frauen, einmal im Monat wiederholt. Heute allerdings schaffen es speziell Legehennen bis zu 300 Eier im Jahr zu legen. Spezielle Techniken, wie 17 Stunden Kunstlicht am Tag, sollen die Legeleistung beeinflussen. Legehühner sind auch so gezüchtet, dass sie nicht viel Futter brauchen, um Kosten zu sparen. Damit man sie auf engem Raum halten kann, werden den Tieren schon als Küken die Oberschnäbel ohne Betäubung entfernt, damit sie sich nicht gegenseitig verletzen. Da zahlreiche Nervenbahnen durch den Oberschnabel gehen, ist die Amputation unbeschreiblich schmerzhaft für die Tiere und bereitet ihnen auch danach noch ein langes Leiden.
Um eine intakte Eierschale bilden zu können, wird unter anderem viel Kalzium benötigt. Das wird den Hühnern wiederum aus den Knochen entzogen. Dadurch, dass die Hühner so unnatürlich viele Eier legen müssen, werden ihre Knochen oft schwach und brüchig. Eine Osteoporose (Knochen verlieren ihre Festigkeit) kann die Folge sein. Durch die Haltung vieler Tiere auf engstem Raum verbreiten sich zusätzlich auch bei Hühnern Krankheiten und Parasiten sehr schnell. Viele Hennen sterben aufgrund diesen und der extremen Haltung noch vor der Schlachtung.
Aus der Hälfte der Eier schlüpfen männliche Küken. Deren Aufzucht ist nicht rentabel, daher werden sie direkt zerhäckselt, ertränkt, ersticht oder vergast. Sie werden dann als Tiermehl für Futter oder Dünger verwendet.
Überfischung
Fisch gilt als sehr gesund und ist deshalb sehr beliebt auf den Tellern der Welt. Dies führt dazu, dass die Nachfrage von der Industrie gedeckt werden muss und jährlich 80 Millionen Tonnen Fisch gefangen werden. Die Folge ist die Erschöpfung der Fischbestände, was eine Bedrohung für die Meere darstellt. Arten sterben aus und die Fische können sich nicht schnell genug vermehren, um die Fischbestände aufrecht zu erhalten.
Ein weiteres Problem der Fischerei ist der Beifang. Kleine Fische und auch andere Meereslebewesen, aus denen kein sinnvoller Nutzen gezogen werden kann, wie Delfine, Haie usw., werden mitgefangen, aber erst leblos am Deck entdeckt. Diese werden dann tot wieder ins Meer geworfen.
Bienen
„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr.“ – Albert Einstein, 1949
Bienen sind eine der wichtigsten Tiere unseres Planeten, da sie die Pflanzen bestäuben und ohne sie ein Drittel unserer Nahrungsmittel nicht wachsen würde. Doch es kommt immer mehr zum weltweiten Bienensterben, was in dem Dokumentarfilm „More than Honey“ thematisiert wird.
Der Film zeigt, dass Bienen auch in Massen gehalten und ausgebeutet werden. Gleich wie bei Kühen, Hühnern und Schweinen führt dies zu Krankheiten, welche mit Antibiotika bekämpft werden. In der Honigproduktion werden viele Bienen verletzt oder getötet, da das Einsammeln von Honig sehr unachtsam abläuft.
Um den Ertrag zu maximieren werden die Bienen in Amerika oft von Ort zu Ort transportiert. Das stresst die Bienen und führt auch dazu, dass viele von ihnen sterben. Ein weiterer Grund für das Sterben sind Pestizide, die großzügig auf Plantagen verwendet werden. Diese führen zu Schäden an der Biene.
Auf Honig sollte vor allem aus Tierschutzgründen verzichtet werden, da die Bienen ihren Honig selbst brauchen, um genügend Nährstoffe aufzunehmen und um in dem von Menschen beeinflussten Umfeld überleben zu können.