Glücklichere Welt
Die Klimaerwärmung wird immer mehr spürbar und es wird Zeit etwas dagegen zu unternehmen. Hier erfährst du, wie du mit einer pflanzlichen Ernährung der Welt auf viele Weisen helfen kannst.

Wasserverbrauch | Treibhausgasemissionen | Luftverschmutzung | Regenwaldabholzung | Landnutzung | tierische Dünger
Wasserverbrauch- und verschwendung
Der Verbrauch von Wasser für die Herstellung von tierischen Lebensmitteln ist enorm. Allein für ein Kilogramm Fleisch werden bis zu 15.500 Liter Wasser benötigt. Das setzt sich aus der Bewässerung von Futtermitteln, Trinkwasser der Tiere, Reinigung der Ställe und Weiterverarbeitung der Produkte zusammen. Im Gegensatz dazu verbrauchen pflanzliche Lebensmittel weitaus weniger Wasser.
Oft gelangt Wasser aus der Produktion von tierischen Lebensmitteln ungeklärt ins Grundwasser und enthält noch Medikamente, Pestizide und Herbizide. Die Verschmutzung lässt sich teilweise auch nicht durch Kläranlagen säubern und gelangt so in unser Trinkwasser. Auch die Gülle, die für die Düngung der Felder benutzt wird ist oft zu viel und belastet das Grundwasser und den Boden mit Nitraten, Phosphaten und anderen Stoffen. All das belastet die Böden sehr und stellt für den Lebensmittelanbau in der Zukunft eine große Gefahr dar.
Treibhausgasemissionen
Der Treibhauseffekt ist an sich sehr praktisch. Er sorgt dafür, dass die Wärme der Sonne in unserem Erd-Treibhaus gespeichert wird und die Erde keine Eiskugel ist. Allerdings gelangen durch unsere Lebensweisen immer mehr Treibhausgase in die Atmosphäre. Dies führt dazu, dass die Erde sich immer weiter aufwärmt.
Die schlimmsten Gase für das Klima sind:
- Kohlendioxid (CO2)
- Methan
- Lachgas
- Fluorierte Gase
In der Tierhaltung werden mindestens 51 % dieser Gase verursacht. Das hat zum einen den Grund, dass in der Tierhaltung 37% des gesamten Methanausstoßes weltweit verursacht wird und Methan 25 mal schlimmer für unser Klima ist als Kohlendioxid. Methan entsteht in den Mägen der Wiederkäuer (Rinder, Büffel, Schafe und Ziegen) durch Mikroorganismen, die unverdaulichen Kohlenhydraten verdaulich machen. Zum anderen verbrauch die Produktion von Fleisch viel Energie und durch die Herstellung dieser fallen Treibhausgase an. Viel Energie wird zum Beispiel für Klimaanlagen und Heizungen in den Mastbetrieben verbraucht und auch die Herstellung von Verpackungen und Medikamenten braucht viele Ressourcen.
Luftverschmutzung
Zu hohen Treibhausgasen kommt eine weitere Verschmutzung der Umwelt durch tierische Lebensmittel hinzu. In der Luft sind Staub, Feinstaub und andere schädliche Stoffe und Gase zu finden, die durch die Tierindustrie entstehen. All diese Verschmutzungen führen zu Schäden in Lungen und machen den Menschen und Tieren das Atmen schwer.
Ein Stoff, der vor allem aus der Landwirtschaft stammt, ist Ammoniak. Dieser Stoff wird als besonders schädlich eingestuft und führt unter anderem zu saurem Regen, welcher Pflanzen, Gewässer und sogar Gebäude belasten und angreifen kann.
Regenwaldabholzung
Für die Produktion von tierischen Produkten wird viel Futtermittel benötigt. Um dem nachzukommen wurde in den letzten 40 Jahren in Südamerika 40 % des Regenwaldes für Futtermittel, meist Soja, und Weidefläche abgeholzt. Im Amazonasgebiet sind es mittlerweile schon 70 %. Über 90 % der Sojaernte wird als Futtermittel für die Nutztierhaltung verwendet und somit bleibt nur noch ein geringer Anteil übrig, der für pflanzliche Lebensmittel und sonstiges verarbeitet wird.
Die Abholzung des Regenwaldes bringt viele Nachteile für die Umwelt mit sich. Unter anderem speichern die Bäume und die Torfmoore viel CO2, welches bei der Abholzung in die Atmosphäre gelangt. Durch die Abholzung wird auch der Kreislauf des Wassers in diesen Gebieten zerstört und Wüsten breiten sich immer mehr aus. Das führt auch dazu, dass der Boden unfruchtbar wird. Dadurch ist es nur schwer bis gar nicht mehr möglich den Boden neu zu bepflanzen.
Landnutzung
70 % der landwirtschaftlichen Flächen bzw. 30 % der Landoberfläche der Erde wird im Jahr 2017 für die Produktion von tierischen Lebensmitteln genutzt.
Auf den meisten dieser Flächen könnte Gemüse, Früchte oder Getreide angebaut werden. Die Organisation SwissVeg gibt an, dass in der gleichen Zeit 1 kg Fleisch, 200 kg Tomaten oder 160 kg Kartoffeln geerntet beziehungsweise produziert werden kann/können.
Zusätzlich werden in ein Stück tierisches Lebensmittel viel mehr Kalorien hineingesteckt, als schlussendlich daraus gewonnen werden kann. Schweinefleisch enthält beispielsweise nur noch ein Drittel der Kalorien, die in dem Futtermittel steckten. Große Mengen an Wasser und Anbaufläche werden allein für die Produktion von Futtermittel für Nutztiere benötigt. Durch die Vermeidung dieser Ressourcenverschwendung und vermehrtem Anbau pflanzlicher Lebensmittel an Stelle von tierischer, könnte auch der Welthunger bekämpft werden. Denn 2016 sind es immer noch rund 795 Millionen Menschen, die unter Hunger leiden. Durch eine reduzierte Nachfrage nach tierischen Produkten könnten Flächen effektiver genutzt und mehr Kalorien bzw. Energie erzeugt werden, die mehr Menschen, vor allem in diesen Regionen, sättigen würden.
Tierischer Dünger
Vor der Massentierhaltung zählten tierische Exkremente zu wertvollen Düngern für Böden. Allerdings entstehen mittlerweile durch die vielen Tiere auch viele Ausscheidungen. Dies sind aber so viel, dass es bei vielen Böden mittlerweile zu einer Überdüngung kommt. Der Boden kann die Exkremente nicht mehr aufnehmen. Das hat sehr viele negative Auswirkungen, vor allem auf die Pflanzenvielfalt. Viele Pflanzenarten sterben durch die Überdüngung aus. Außerdem wird auch das Grundwasser verunreinigt und schädliche Gase, wie das Lachgas, werden freigesetzt.