Glücklicheres Ich
Über die Gesundheit von Veganismus wird immer wieder heftig diskutiert. Oft wird von diversen Medien angezweifelt, dass ein Mensch genügend Nährstoffe durch eine rein pflanzliche Ernährungsweise zu sich nehmen kann. Aber viele Studien bestätigen, dass eine rein pflanzliche Ernährung helfen kann, verschiedene Krankheiten vorzubeugen und sogar zu heilen. Auch unsere Glückskinder erzählen von einem besseren Lebensgefühl. Man fühlt sich leichter und fitter. Hier erfährst Du mehr über Krankheiten, die mit einer veganen Ernährung vorgebeugt werden können, und wie Du alle wichtigen, „bedenklichen“ Nährstoffe bekommst.

Übergewicht | Diabetes | Krebs | Herz-Kreislauf-Erkrankungen | Erektile Dysfunktion | Gicht | PMS | Allergien | Antibiotika | Eisen | Omega-3-Fettsäuren | Kalzium | B12 | Milch
Übergewicht, Adipositas
Als übergewichtig gilt man, wenn der BMI über 25 kg/m2 liegt. Ist der BMI höher als 30 kg/m, spricht man von der Krankheit Adipositas. Bei Adipositas handelt es sich um eine krankhafte Zunahme des Körperfetts, was zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung führen kann. Es kommt zu diesen Zuständen, wenn dem Körper über einen längeren Zeitraum mehr Energie zugeführt wird, als er benötigt.
Faktoren, die Übergewicht beeinflussen sind Gene, Ernährung, Alkoholkonsum, erkrankte Hormondrüsen, Alter, Geschlecht, psychologische Faktoren und soziale Faktoren. Um Übergewicht oder Adipositas vorzubeugen, wird eine vegane Ernährungsweise empfohlen.
Der BMI ist bei Veganern durchschnittlich niedriger als der von Menschen, die Fleisch und Tierprodukte konsumieren. Bei Vegetariern liegt er im Durchschnitt zwischen Veganern und mischköstlich lebenden Menschen. Eine pflanzliche Ernährung beugt also zum einen Übergewicht vor, da sie mehr Ballaststoffe enthält und so zu einer schnelleren und länger anhaltenden Sättigung führt. Zum anderen enthalten tierische Produkte viel Fett und diese fallen durch eine vegane Ernährung gänzlich weg.
Diabetes Typ 2
Immer mehr Menschen leiden an Diabetes Typ 2. Weltweit sind mittlerweile 135 Millionen Menschen von dieser Krankheit betroffen. Bei Diabetes Typ 2 produziert die Bauchspeicheldrüse zu viel Insulin, was dazu führt, dass ein großer Teil des Blutzuckers nicht in die Zellen gelangt. Oft erkranken Menschen, die über 40 Jahre alt oder übergewichtig sind, daran. Ursache ist meist eine besonders fettreiche Ernährung.
Eine vegane, fettarme Ernährung kann erwiesenermaßen die Krankheit heilen. Bereits im Jahr 1933 setzte Dr. Rabinowitch Diabetiker auf eine einfache vegetarische und fettarme Diät und heilte somit die Menschen. Dieser Versuch wurde des Öfteren erfolgreich wiederholt.
Krebs
Krebs kann viele Ursachen haben, eine davon ist die Ernährung. Während ein hoher Fett- und Fleischkonsum das Risiko einer Erkrankung verstärkt, kann der Verzehr von viel Obst und Gemüse, sowie vielen Ballaststoffen das Risiko senken. Dies gilt vor allem für Darmkrebs. Eine ausgewogene, bewusste, vegane Ernährung ist daher die beste Ernährungsweise, um Krebs vorzubeugen. Auch während einer Chemotherapie soll eine vegane Ernährung dem Erkrankten helfen, die Chemotherapie besser verträglich zu machen.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Eine der häufigsten Todesursachen weltweit sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Am meisten verbreitet ist dabei der Herzinfarkt, gefolgt von Bluthochdruck, Hirninfarkt und Hirnblutungen.
Atherosklerose ist die Ursache für solche Krankheiten und damit ist eine Durchblutungsstörung gemeint. Der Körper bildet Ablagerungen von Cholesterin und Immunzellen, welche Gefäße verengen oder ganz verstopfen. Passiert das im Herz, kann es zu einem Herzinfarkt, einer Herzrhythmusstörung oder einer Herzinsuffizienz (Schwächung des Herzmuskels, führt zu Nährstoff- und Sauerstoffmangel) und folglich zum plötzlichen Herztod führen. Auch Schlaganfälle werden durch diese Ablagerungen ausgelöst.
Das Risiko für solch eine Erkrankung wird beeinflusst durch zunehmendes Alter, dem männlichen Geschlecht, familiäre Veranlagung, Rauchen, Bewegung und ebenfalls – die Ernährung.
Es wurde festgestellt, dass Fleischverzehr das Risiko für eine solche Erkrankung erhöht. Insbesondere der Verzehr von rotem Fleisch. Pflanzen senken hingegen das Risiko für solche Krankheiten. Wer viel Obst und Gemüse verzehrt, kann das Risiko um bis zu 35 % reduzieren. Auch ein ausgewogener Konsum von Nüssen wirkt erwiesenermaßen dagegen, da bereits 5 Portionen in der Woche das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Krankheit zu sterben, um etwa 37 % senkt.
Erektile Dysfunktion
Eine erektile Dysfunktion „ED“, auch bekannt unter dem Begriff „Impotenz“, kann physische oder psychische Auslöser haben. Bei Männern ab 40 Jahren tritt dieses Problem immer häufiger auf. Bei einer körperlichen ED ist die Ursache eine Durchblutungsstörung, die durch Engstellen oder Verschlüsse in den Herzkranzgefäßen (Koronararterien) verursacht wird. Die Herzkranzgefäße sind die Blutgefäße, die das Herz mit sauerstoffreichem Blut und Energie liefernden Nährstoffen versorgen. Diese Durchblutungsstörung kann durch Diabetes, Übergewicht aber auch Medikamente gefördert werden. Außerdem kann die Beeinträchtigung ein Indiz dafür sein, dass es auch an anderen Stellen des Körpers Durchblutungsstörungen gibt. Männer, die unter einer ED leiden, erkranken zu 80 % häufiger an koronaren Herzerkrankungen als Männer, ohne dieser Beeinträchtigung. Doch durch eine fettarme, vegane Ernährung können diese Durchblutungsstörungen und somit diese Krankheiten geheilt werden. Sie enthält zudem kein Cholesterin, welches mitverantwortlich für Ablagerungen ist (siehe Herz-Kreislauf-Erkrankungen). Eine vegane Ernährung kann außerdem helfen, den Blutdruck zu senken, Diabetes Typ 2 entgegenzuwirken oder gar zu heilen und Übergewicht zu reduzieren.
Gicht
Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung und äußert sich durch starke Schmerzen, Rötungen, Schwellungen, Berührungsempfindlichkeit des betroffenen Gelenks, sowie durch Fieber, Kopfschmerzen oder Übelkeit. Die Krankheit wird durch eine hohe Zufuhr von Purin ausgelöst.
Durch eine neue Studie wurde festgestellt, dass die Krankheitsbildung davon abhängt, ob das Purin von tierischen oder von pflanzlichen Nahrungsmitteln stammt. Über einen Zeitraum von über 12 Jahren wurden 47.150 Männer untersucht. 730 von ihnen erkrankten in dieser Zeit an Gicht. Das Ergebnis war, dass die Männer, die viel Meeresfrüchte oder Fisch verzehrten häufiger erkrankten. Es stellte sich auch heraus, dass Männer, die viel Fleisch aßen, zu 40 % häufiger an Gicht erkrankten als die Männer, die nur wenig Fleisch aßen.
Prämenstruelles Syndrom (PMS)
Dr. Neal Barnard führte für das „Physicians Committee for Responsible Medicine“ (“PCRM”) eine Studie zu Menstruationsbeschwerden durch. 33 Frauen zwischen 33 und 48 Jahren wurde dazu untersucht. Zwei Monate lang mussten sie in Zuge dessen ihre Ernährung umstellen. Sie durften keine tierischen Produkte, Speiseöle, Frittiertes, Nüsse, Avocados und Oliven essen. Dafür hatten sie beim Verzehr von Gemüse, Getreide, Früchte und Hülsenfrüchte keine Einschränkung. Die Schmerzen der Teilnehmerinnen während ihrer Periode gingen zurück. Einige berichteten von zunehmender Energie und Gewichtsabnahme. Eine Teilnehmerin erzählte, dass es zwar sehr aufwendig sei, doch das Leben ohne Menstruationsschmerzen sei es wert. Dr. Barnard und seine Kollegen stellen die Hypothese auf, dass Menstruationsschmerzen durch einen hohen Fettkonsum herbeigeführt werden. Da pflanzliche Produkte viel weniger Fett enthalten als tierische, ist eine vegane Ernährungsweise ideal um Menstruationsschmerzen vorzubeugen.
Allergien
Bei Allergien, wie zum Beispiel Heuschnupfen, allergenem Asthma oder Neurodermitis, werden häufig nur die Symptome bekämpft, anstatt der Ursache auf den Grund zu gehen. Entgegen vieler Meinungen sind diese Allergien heilbar. Wie auch schon Fabian, einer unserer Glückskinder, berichtete.
In den letzten Jahren traten bei Menschen immer häufiger Allergien auf. Es gibt allerdings keine Anzeichen dafür, dass die Polen aggressiver wurden. Dafür hat sich unser Lebensstil stark verändert. Ursachenforscher kamen zu dem Ergebnis, dass tierisches Eiweiß Allergien sehr stark beeinflusst. Heuschnupfen, zum Beispiel, kann geheilt werden, wenn drei Jahre lang konsequent kein tierisches Eiweiß verzehrt wird und auch sonst auf eine gesunde Ernährung mit hohem Rohkostanteil geachtet wird.
Antibiotika in tierischen Lebensmitteln
Kälbern wird schon einigen Wochen nach der Geburt das erste Antibiotika verabreicht. Das ist prophylaktisch, also vorbeugend, da es kaum noch anders geht. Die Tiere leben auf engstem Raum miteinander, wodurch sich Krankheitserreger schnell verbreiten können. Durch die Masse der Tiere vieler Bauern ist es unmöglich, zu sagen, welches Tier krank ist und nur diesem die Antibiotika zuzuführen. Auch bei alltäglichen Krankheiten, wie einer Euterentzündung oder bei einer Verletzung, wird sofort ein Antibiotikum verabreicht, da dies billiger ist als ein Tierarzt herzuholen. Die Folge ist, dass das Fleisch zwar billig ist, aber Fleischesser dadurch indirekt Antibiotika zu sich nehmen. In der Folge entstehen resistente Keime, die sich mit Antibiotika nicht mehr behandeln lassen, da der Körper immun gegen diese geworden ist. Die Krankheitserreger können nicht mehr bekämpft werden und die Infektion verläuft tödlich. Durch die Krankheiten, welche durch resistente Keimen entstehen, sterben mittlerweile jährlich 700.000 Menschen weltweit.
Eisen
Eisenmangel ist laut der Weltgesundheitsorganisation („WHO“) weltweit der häufigste Mangel. Eisen ist für den Sauerstofftransport im Blut und für die Energiebereitstellung verantwortlich und hilft auch bei der Bildung von Hormonen und Botenstoffen.
Oft wird angezweifelt, dass Veganer genügen Eisen aufnehmen, da der Mythos verbreitet ist, dass Fleisch viel Eisen enthält. Fleischesser nehmen tatsächlich aber nur ca. 25 – 30 % des Eisens über tierische Produkte auf – den Rest über pflanzliche Nahrungsmittel.
Liegt ein Eisenmangel vor, wird geraten Lebensmittel, mit einem hohen Anteil an Vitamin C (z.B. Brokkoli oder Paprika), zu konsumieren, beziehungsweise diese mit eisenhaltigem Lebensmittel zu kombinieren, da dies die Aufnahme von Eisen fördert. Lebensmittel wie Kaffee, Schwarztee, Rotwein, Kakao, Knoblauch und Zwiebel hemmen hingegen die Aufnahme.
Bei einem Vergleich, wie viel Milligramm Eisen pro 100 Gramm in den Lebensmitteln steckt, schneiden die pflanzlichen Lebensmittel besser ab, als die tierischen. Außer der Schweineleber, die mit getrockneter Hefe am meisten Eisen mit 18 g enthält, liegen Lebensmittel, wie Weizenkleie (16 g), Kürbiskerne (12,5 g), Sojabohnen (9,7 g), Linsen, Hirse und Tofu unter anderem, vor tierischen Produkten, wie Leberwurst (3,3 g), Schweinsschnitzel (1,7 g) oder Appenzeller Käse (0,3 g).
Omega-3-Fettsäuren
Omega-3-Fettsäuren werden im Körper benötigt, um hohen Blutdruck entgegen zu wirken und die Fließeigenschaften des Blutes, sowie die Konzentrationen der verschiedenen Blutfette zu verbessern. Sie haben auch eine positive Auswirkung auf rheumatische Krankheiten. Ein Mangel kann unter anderem zu Herzproblemen, Rheumatischen Erkrankungen und zu neurologischen Störungen wie Schizophrenie, Alzheimer, Depressionen und ADHS führen.
Leinsamen, Leinsamenöl, Rapsöl, Walnüsse, Avocado und Chiasamen sind einige der Lebensmittel, die regelmäßig konsumiert werden sollten, um genügend Omega-3-Fettsäuren aufzunehmen.
Kalzium
Viele Menschen verbinden den Nährstoff Kalzium mit Milch und denken, dass dieser mit der Stärke und Brüchigkeit ihrer Knochen zusammenhängt. Viele Studien widerlegen die Annahme, dass ein hoher Milchkonsum vor Knochenbrüchen oder der Krankheit Osteoporose, bei der Knochen ihre Festigkeit verlieren, schützt. Bereits 1997 wurde anhand einer Studie mit 77.761 Frauen über einen Zeitraum von 12 Jahren die Verbindung von Milchkonsum oder anderen kalziumreichen Nahrungsmittel und Knochenbrüchen untersucht. Es konnte aber damals schon kein Zusammenhang festgestellt werden. Weitere Untersuchungen zeigen, dass die Aufnahme von zu vielen tierischen Eiweißen keinen Kalziummangel verursacht, sondern Osteoporose anstatt, entgegen der Annahme, davor zu schützen.
Kalzium wird für Stoffwechselvorgänge benötigt. Zusammen mit Magnesium reguliert es die Herztätigkeit, sowie weitere Funktionen im Zusammenspiel mit anderen Nährstoffen. Milch enthält zwar viel Kalzium (120 mg pro 100 ml), kann aber von Knochen und Zellen nur schwer aufgenommen werden, da Milch zusätzlich noch viel Phosphor und Milcheiweiß enthält, und diese das Kalzium binden und so inaktiv machen. Viel Kalzium enthalten unter anderem pflanzlichen Alternativen, wie Sesamsamen, Haselnüsse, Grünkohl, Sojabohnen, Brokkoli und Kichererbsen.
Vitamin B12
Der einzige Nährstoff, der heutzutage nicht ausreichend in einer pflanzlichen Ernährung zu finden ist, solange er nicht angereichert wurde, ist Vitamin B12. Dieses Vitamin wird von Bakterien hergestellt. Tiere besitzen dieses Vitamin, da sie Bakterien im eigenen Körper bilden oder sie es durch die Nahrung aufnehmen. Da Nutztiere B12 mittlerweile aber nicht mehr durch die Natur zu sich nehmen können und das Tierfutter oft nicht artgerecht und zu hygienisch ist, fehlt auch den Nutztieren B12 und es wird dem Futter für die Tiere untergemischt.
Wenn Böden nicht zu stark behandelt werden und sich viele Bakterien darin befinden, kann auch dort Vitamin B12 produziert werden. Dieses kann bei der Ernte an den Pflanzen hängen bleiben. Es wird vermutet, dass dies der Grund ist, dass früher kein B12-Mangel bei Veganern, die in ländlichen Regionen lebten, vorhanden war. Dadurch, dass heute oft sehr hygienisch gearbeitet wird, werden wichtige Nährstoffe, wie B12, abgewaschen und entfernt.
Vitamin B12 ist sehr wichtig, da es für die Nervenbildung zuständig ist. Ein Mangel kann sich auf das Gehirn und das Nervensystem auswirken und dauerhafte Schäden hinterlassen. Daher ist es wichtig auf die Einnahme von B12 zu achten. Dies kann in Form von Tabletten, angereicherter Zahnpasta, angereicherten Lebensmittel und/oder Spritzen zu sich genommen werden. Ein Mangel kann aber nicht nur bei einer veganen Ernährung entstehen, sondern auch bei einer omnivoren Ernährung (tierische und pflanzliche Lebensmittel).
Milch
“When you think about it, the purpose of cow’s milk – I did most of my growing-up on a dairy farm in Wisconsin – the purpose of cow’s milk is to turn a 65 pound calf into a 400 pound cow as rapidly as possible. Cow’s milk is baby-calf growth fluid.“ – Howard Lyman
Dieses Zitat von Howard Lyman, einem amerikanischen Farmer und Tierschutz-Aktivisten, sagt viel darüber aus, was Milch ist, und wieso Milch nicht gesund für uns ist. Sie steckt voller Hormone und Stoffe, die ein Kalb zu einer großen Kuh heranwachsen lassen sollen und offensichtlich sind Menschen keine Kälber.